Kunst mit Federn

Mit meiner Arbeit möchte ich einen Ausschnitt der südamerikanischen Kultur und Kunst zeigen, der zum grossen Teil schon verloren gegangen ist. Südamerika gilt als klassisches Gebiet der Federverarbeitung.

Kontaktbrücke zur Welt

Mein Wunsch ist es, in Verbindung mit meinen Wurzeln, meine Kultur zu leben und eine Kontaktbrücke zur Welt zu bauen.

Ökologisch und nachhaltig

Aus ökologischen Gründen arbeite ich im Wesentlichen nur mit Hühner-, Gänse- und Entenfedern.

Alexandra Bravo

Arte Plumaria - Federkunst -

Telefon /Fax 026 424 61 14; E-Mail: alexandra.bravo@bluewin.ch ; Lebenslauf ; Lebenslauf spanisch

Alexandra Bravo - Arte Plumaria - FreiburgMit meiner Arbeit über Federn möchte ich einen Ausschnitt der südamerikanischen Kultur und Kunst zeigen, der zum grossen Teil schon verloren gegangen ist. Günther Hartmann schreibt: Südamerika bedeutet dass klassisches Gebiet der Federverarbeitung. Heute aber wird Handarbeit - wie hier in Europa- nur noch wenig geschätzt. Ihre Abwertung, die in Europa im 18. Jahrhundert begann, hat auch auf Südamerika übergegriffen. Die Faszination der Technik, der Industrie, die Anziehungskraft des Modernen und die Massenproduktion von Konsumgütern stört die Beziehung zum Handwerk. So wird nach und nach viel vom kulturellen Reichtum der indigenen Völker verdrängt und vernichtet.

Als Bolivianerin ist es mein Anliegen, die Kunst der Federverarbeitung wieder zu beleben und weiter zu entwickeln. Heute befinden sich die schönsten Federarbeiten der indigenen Völker in europäischen Museen. Museen allein aber genügen nicht, um die Kenntnis und das Bewusstsein der Bedeutung der Federn zu fördern.

Der Respekt vor der Natur war den indigenen Völkern ein Anliegen. Vom Norden Kanadas bis zum Süden Patagoniens haben fast alle Stämme die Feder gebraucht, um verschiedenes auszudrücken. Die Federn waren so wertvoll wie Gold.

An der Art des Federschmuckes konnte man die Zugehörigkeit zu einem Stamm, den Mut, die Würde eines Menschen und seine soziale Stellung erkennen. Federn wurden zu zeremoniellen Anlässen gebraucht, sie zeigten wer man ist und drückten somit Identitäten aus. Den Ausdruck "Sich mit fremden Federn schmücken" kannten sie nicht.

Das Thema "Federn" interessiert mich auch als Psychotherapeutin, denn ich sehe darin ein grosses therapeutisches Potential. In der psychologischen Praxis kann die Arbeit mit Federn die Behandlung ausgezeichnet unterstützen, vor allem bei Psychotische Menschen.

Der Vogel ist ein Symbol der Freiheit, und Fliegen ist ein Menschheitstraum seit den mythischen Zeiten des Ikarus!

Alexandra Bravo - Arte Plumaria - Freiburg

Meine Forschung über die Federkunst habe ich sowohl in Europa wie auch in Südamerika gemacht. Dankbar bin ich für die Erfahrungen, die mit Naturvölker in Bolivien gemacht habe. Es gibt nur noch wenige Menschen dieser Kulturen und sie leben in grosser Armut. Ihre Kultur der Federkunst ist sehr hochstehend gewesen. Heute wird sie von der westlichen Kultur verachtet und überdeckt.

Verschiedenen Universitäten und Institutionen haben mich eingeladen um Vorträge zu halten und Kurse für Studenten auf der ganzen Welt zu geben.

Auch die Reisen, die ich gemacht habe, waren Expeditionen, die ich sehr gut vorbereitet habe. Ich habe sogar einen Kurs besucht, wie man sich im Dschungel verhalten soll. Ausserdem war mir der Respekt, mit dem ich diesen Kulturen begegnet bin, sehr wichtig.

Federn wurden in Spanien ein Synonym für Barbarei. Wir wissen heutzutage, dass sie Ausdruck von gut entwickelten Kulturen sind. Ja, sie sind sogar ein Teil der amerikanischen Identität, und Symbol eines ganzen Kontinents.

Mein Wunsch ist es, in Verbindung mit meinen Wurzeln, meine Kultur zu leben und eine Kontaktbrücke zur Welt zu sein.

Alexandra Bravo

Zur Person von Alexandra Bravo

Alexandra Bravo ist Bolivianerin. Künstlerin und Psychotherapeutin. Sie will Kunst und Psychologie verbinden. Die Federn sollen ihr helfen, dabei eine Brücke herzustellen.

Einige Ausstellungen

1969    Universität "Mayor de San Andrés", Fakultät de Artes Plásticas. La Paz Bolivien.

1980    Zürich: "Museum für Gestaltung", Abschluss der Ausbildung zum Werklehrerdiplom

1982    Zürich: innerhalb der Lateinamerikanische Woche "Kunst im Exil".

1984    NADEL Nachdiplomstudium für Entwicklungsländer, ETH Zürich

1985    Embrach: "Klinik Hard"

1985    Fribourg: "La Vanerie"

1986    Havana: "II Kunst-Biennale"

1988    Stockholm: "Folkens Museum-Etnografiska" Schweden

1989    Bolivien: Forschungsreise in der Kultur der Ayoreo

            La Paz: "Museo de Etnografia y Folklore"

            Oruro: "Casa de la Cultura"

            Cochabamba: "Centro Portales"

1992    Bern: "Naturhistorisches Museum"

            Universität Fribourg im Rahmen, 500 Jahre Amerikas Entdeckung

            Basel: "Völkerkundemuseum"

1993    Fribourg: "Naturhistorisches Museum"

1995    Schaffhausen: "Museum Allerheiligen"

            Havanna: "Casa de las Américas"

1996    Forschungsreize in der Kulturen der Amazonien Boliviens

            Frankfurt/ Main: "Senckenbergmuseum"

1997    St Urban Ausstellung Produkt der Feder-Therapie

1998    Forschungsreize in der Kulturen der Chaco Bolivien

            Internationales Kunst-Festival, Bolivien-Sucre.

1999    Natur Museum, Olten Schweiz

1999    Forschungsreize in der Kultur der Yaminagua

            Museo de Arte Moderno La Paz Bolivien

2000    Festival de la Musica Barroca, Santa Cruz Bolivien

2001  Maison de Ville, Fribourg

           Vortrag: Fritz Erle Akademie, Freudenstadt- Deutschland

2002  Schweizer Paraplegiker Stiftung de Nottwil: «Wenn du die Hoffnung verloren hast zu laufen,
          kannst du wenigstens noch fliegen»

2003  Forum Schweiz, Installation pour la Paix, «Une plume de Ara Ara munie d`une petite plume     
          blanche à la pointe, symbolise la paix»

2003  Sorens. Exposition a l`Espace L'Aurore.

2004 Paris/ France, Forum Européen, Installation: «Nuestra Identidad».

Galerie du Monde à Vevey

ONU: Nations Unies, 60 anniversaires, pour les questions relatives aux droits de l’homme. Installation, Genève, Suisse

2006 Unesco: La Diversité Culturelle, Fribourg

2006 ONU: L’art de la plume entre le passé et le présent

Temple de la Fusterie

Villars Art

2007    Tempel Fusterie, Genf: "Installation für den Frieden"

Gemeinsame Ausstellung: Villar sur Glâne

2008    FIMM: Föderation von Ausländern in Freiburg: Transparent mit dem Logo

Konferenz: Arte Plumaria. Gampelen: In der neuen Zeitt

Mural: 6. Konferenz: Kommission Migrantinnen in der Schweiz

2009    Spanien Madrid: Installation: Marcha por la dignidad de los pueblos indígenas americanos

Mexiko: Hommage: Federn für Mario Benedetti, Autonome Universität Metropolitan, Mexiko-Stadt

2010    Villars sur Glâne Schweiz: Erwerb eines Werkes von Alexandra Bravo von der Gemeinde Villars sur Glâne.

Kampagne "Kein Kind ist illegal Transparent für die Lieferung der Unterschriftensammlung damit die Jugend eine Ausbildung machen können

Villar sur Glâne: Gemeinsame Ausstellung

Bern Solidarität sans Frontiere Glückskette: Kampagne für die illegal in der Schweiz; Malerei 2 Transparent: “Sin nosotras no va nada”

2011    Venezuela: Frauen-Weltkongress in Venezuela, Seminare und Plakaten, mit das Thema: Frauen
            und Migration.

            Space Femmes Fribourg: 40 Jahre Entwicklung der Schweizer Frauen

2012    MUSEO NACIONAL DE ARTE, La Paz Bolivia, Patio de Cristal

2013    CASA NACIONAL DE LA MONEDA Potosí Bolivia

2014    MUSEF SUCRE: Museo Nacional de Etnografía y Folklore

INTERNACIONALE  BUCHMESSE. La Paz-Bolivia- Campo Ferial de Bajo Següencoma

2015    Gustu Restaurant in La Paz (Wunderbaren sozialen Projekt) Spende eines Werkes von
            Alexandra Bravo: AYLLU bedeutet Gemeinschaft.