Kunst mit Federn

Mit meiner Arbeit möchte ich einen Ausschnitt der südamerikanischen Kultur und Kunst zeigen, der zum grossen Teil schon verloren gegangen ist. Südamerika gilt als klassisches Gebiet der Federverarbeitung.

Kontaktbrücke zur Welt

Mein Wunsch ist es, in Verbindung mit meinen Wurzeln, meine Kultur zu leben und eine Kontaktbrücke zur Welt zu bauen.

Ökologisch und nachhaltig

Aus ökologischen Gründen arbeite ich im Wesentlichen nur mit Hühner-, Gänse- und Entenfedern.

Bedrohter Lebensraum

Südamerika ist das klassische Land des Federschmucks. Nirgendwo hat die Kunst der Federverarbeitung einen so hohen Stand erreicht wie im Amazonasgebiet Brasiliens und den angrenzenden Regionen (Hartmann, G. 1969).


Der tropische Regenwald im Amazonasgebiet wird heute in rasantem Tempo zerstört. Dabei werden nicht nur Tiere und Pflanzen in grosser Zahl ausgerottet, auch den dort lebenden Naturvölkern wird die Lebensgrundlage entzogen. Selbst wenn diese Völker die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums überdauern, werden ihre traditionelle Lebensweise und ihre Kultur durch den Einfluss der Zivilisation aus den Industrieländern bedroht und verdrängt.

Die ursprüngliche Lebensart dieser Völker findet man nur noch in wenigen Gebieten von Lateinamerika (Brasilien, Bolivien, Ecuador, Kolumbien u.a.). Dass die Indianer und ihre Kultur heute am Aussterben sind, ist den Industrienationen nicht genügend bewusst. Deshalb setzen sich nur wenige Institutionen für die Erhaltung dieser Kulturen ein.

Es gilt zu bedenken, dass man die Natur nicht überbeanspruchen darf. Heute sind bereits viele exotische Vogelarten durch die Zerstörung ihres Lebensraums ausgestorben oder am Aussterben. Auch durch die Federmode - die Sucht, sich mit exotischen Federn zu schmücken - wurden zu Beginn unseres Jahrhunderts zahlreiche Vogelarten an den Rand des Aussterbens gebracht. Um dem entgegenzuwirken, verwende ich für meine Federarbeiten nur Hühnerfedern, damit auch die zukünftigen Generationen die Schönheit exotischer Vögel erfahren können.